Don Bosco-Juniorwahl stärkt die "Mitte"

Klarer Sieg von Stefan Müller (CSU) bei den Erststimmen - Erfolg der Volksparteien, extreme Parteien haben bei den Jugendlichen keine Chancen.
Nach der Wahl: Blitzumfrage der SMV zur Regierungsbildung: Don-Bosco Jugend wünscht sich „Groko".

Schlangestehen im „Wahllokal“: Bei der Juniorwahl der Don-Bosco-Schule lag die Wahlbeteiligung bei 72 Prozent.

Parallel zur Bundestagswahl 2017 traten die Jugendlichen der Don-Bosco Schule Höchstadt bei der Junior-Wahl an die Wahlurne.
Die Wahlzettel stimmten mit dem Original überein. Der Wahlvorstand mit Neuntklassschülern überprüfte
sorgfältig die Wahlbenachrichtigungen und sorgte für einen korrekten Ablauf der Wahl.

Um das Wahlgeheimnis zu wahren, stand im „Wahllokal“ eine Wahlkabine mit Sichtschutz.
Nach Wahlschluss kontrollierten freiwillige Wahlhelfer aus den 7. und 8. Klassen, ob die „Wahlberechtigten“
wirklich nur zwei Kreuzchen vergeben hatten, und zählten die Stimmzettel aus.  
Mit der originalgetreuen Wahlsimulation soll Begeisterung und Interesse für Politik gefördert
und die Motivation geweckt werden, später als Erstwähler zur Wahl zu gehen.

Bei der Junior-Wahl beteiligten sich 3.500 Schulen in ganz Deutschland.

Bundesweit haben sich fast 800.000 Schüler so entschieden:   CDU/CSU kommen auf 27 Prozent,
die SPD auf gut 19 Prozent, Grüne auf knapp 18, Linke auf 7, FDP knapp auf 9 und AfD auf 6 Prozent.
Der größte Unterschied: Die Schüler haben deutlich mehr Grün und weniger AfD gewählt als die Erwachsenen.
Auch für eine Große Koalition aus CDU, CSU und SPD hätte es nicht gereicht. 

Wie haben die Schüler und Schülerinnen der „Don-Bosco-Schule“  im Wahlkreis 242 Erlangen im Vergleich
zum realen Wahlausgang gewählt?

CSU-Kandidat Stefan Müller ist auch bei den Schülerinnen und Schülern der Don-Bosco Schule sehr beliebt und
holt mit 35 Stimmen eine deutliche Mehrheit und damit das Direktmandat.
Mit 47,3 % der Erststimmen liegt sein Stimmenanteil sogar deutlich höher als bei den Erwachsenen.
Martina Stamm-Fibich erreichte mit 31,1 % ein sehr respektables Ergebnis. Die Freien Wähler mit Christian Enz
und die Grünen mit Helmut Wenig schafften einen Achtungserfolg mit jeweils  8,1% der Stimmen.

/>Auch bei den „Parteistimmen“ stärkt „Don-Bosco“ die Mitte. Extreme Parteien hatten bei den Jugendlichen keine Chance.
Union und Sozialdemokraten lieferten sich bei den Zweitstimmen ein Kopf an Kopf rennen.
Mit dem Amtsbonus der  Bundeskanzlerin konnte Angela Merkel mit 29,7% die Wahl an der Don Bosco Schule gewinnen.
Der Herausforderer Martin Schulz von der SPD musste sich mit  28,4% der Stimmen nur knapp geschlagen geben.
Als drittstärkste Partei folgten die Grünen mit 12,2%.  Die FDP hat den Sprung in den „Bundestag“ mit 5,4% geschafft. 
Während die AfD mit 6,8% „erstmals“  in das „Don-Bosco Parlament“  eingezogen wäre,  scheiterte die Linke an der 5% Hürde.
Die übrigen Parteien erhielten noch weniger Zuspruch.

 

Eine Große Koalition von CDU und CSU mit den Sozialdemokraten hat eine deutliche Mehrheit an der Don-Bosco-Schule.
Auch ein „Jamaika“ - Bündnis aus Union, Grünen und FDP könnte Angela Merkel zum viertenmal zur Bundeskanzlerin wählen.
Rot-Rot-Grün mit einem Bundeskanzler Martin Schulz hätte keine Regierungsmehrheit. Schwarz-Gelb –
ein Bündnis aus CDU/CSU und FDP - wäre wie bei den Großen rechnerisch nicht möglich.

In der Nachbereitung zur Wahl befragte die Schülermitverwaltung die Schülerschaft in einer Blitzumfrage,
welche Parteien die Bundesregierung stellen sollten: „Groko oder Jamaika“?
Die Don-Bosco-Jugendlichen wünschen sich die Fortsetzung der Großen Koalition.